Gilda Sahebi, warum sprechen wir von einer gespaltenen Gesellschaft?
Shownotes
Ist Deutschland gespalten? Die Prognosen zu den Landtagswahlen am Sonntag in Sachsen-Anhalt scheinen dieses Bild zu bestätigen. Aber was bedeutet es eigentlich, von einer „gespaltenen Gesellschaft“ zu sprechen? Gilda Sahebi, Ärztin, Politikwissenschaftlerin, freie Journalistin und Autorin des Buches „Verbinden statt Spalten“, sagt: Die Spaltung ist nicht echt, sondern wird inszeniert, um die Interessen bestimmter Profiteure zu verschleiern. Jan Dieren, Bundestagsabgeordneter für die Menschen in Moers, Krefeld und Neukirchen-Vluyn, entgegnet: Von einer gespaltenen Gesellschaft zu sprechen, ist sinnlos. Warum reden wir also über eine gespaltene Gesellschaft und was hat das mit unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit zu tun?
Ausgehend von Gildas Buch diskutieren beide, ob die gesellschaftlichen Gegensätze, die wir erleben, wirkliche Interessenkonflikte sind oder ob viele dieser Konflikte erst durch öffentliche Debatten und politische Erzählungen herbeigeführt werden. Je nachdem, wie man diese Frage beantwortet, ergeben sich sehr unterschiedliche politische Konsequenzen.
Am Ende finden Gilda und Jan aber einen gemeinsamen Ausgangspunkt: den Menschen vertrauen. Trotz Krisen, Ungleichheit und gesellschaftlicher Konflikte organisieren sie Solidarität, unterstützen einander und schaffen Verbindungen. Gilda und Jan sind sich einig, dass darin großes Potenzial für eine gerechtere Gesellschaft liegt.
Link zum Buch „Verbinden statt spalten“: https://www.fischerverlage.de/buch/gilda-sahebi-verbinden-statt-spalten-9783103977158
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo, willkommen zu den Roten Impulsen.
00:00:02: Mein Name ist Jan Dierendt und mein Gast heute ist Gilda Sahebi.
00:00:05: Sie ist Ärztin Politikwissenschaftlerin arbeitet als freie Journalistin zur Rassismus Frauenrechten zum Iran Und hat gerade ein Buch rausgebracht Verbinden statt Spalten indem sie sich viel mit Polarisierung in öffentlichen Debatten auseinandersetzt.
00:00:21: Das Gespräch lief ein bisschen anders als ich das geplant hatte, fängt schon damit an.
00:00:25: Das gilt direkt.
00:00:26: die erste Frage an mich zurückstellt und ich finde von da hat sich aber ein spannendes Gespräch entwickelt indem wir zu ganz grundsätzlichen Fragen gekommen sind zum Beispiel zu der Frage gibt es eigentlich wirklich Interessengegensätze zwischen Menschen in unserer Gesellschaft heute?
00:00:41: oder sind diese Interessengegensätze diese Konflikte eigentlich nur herbeigeredet?
00:00:46: Ich hab den Eindruck je nachdem wie man die frage beantwortet ergibt sich daraus auch eine unterschiedliche politische Haltung und was das an politischer Konsequenz bedeutet.
00:00:57: Da gehen wir ein Stück weit drauf ein, hätten da noch viel mehr und länger darüber diskutieren können.
00:01:04: Und zum Ende des Gesprächs vor allem kommen wir dann aber nochmal einem Punkt, an dem wir deutlich einiger sind – und das ist die Frage wie hält man es eigentlich mit den Menschen?
00:01:15: Ich glaube, man merkt dass Gelder und ich einig darin sind, dass wir einen positiven Blick auf das haben, was Menschen heute schon machen und was sie leisten.
00:01:25: Wie Sie trotz aller Widrigkeiten und Konflikte und Unterschiede die es heute gibt ganz oft Verbindendes finden.
00:01:32: Solidarität organisieren einander unterstützen und helfen und dass darin ein ungeheures Potenzial für unsere Zukunft eine bessere Gesellschaft steckt und dass wir daran gerne anknüpfen möchten.
00:01:46: Und auch wenn's anders lief als erwartet ich fand Bereichern des Gesprächs.
00:01:53: Ich hoffe, euch geht's auch so.
00:01:55: Wünsche euch viel Spaß!
00:01:56: Los geht es!
00:02:04: Hallo Gilda, schön dass du da bist.
00:02:07: Freu mich, dass du hier bist.
00:02:08: Du hast ein Buch geschrieben, verbinden statt schwalten und formulierst da eine Antwort auf die Politik der Polarisierung.
00:02:18: was ist aus deiner Sicht falsch?
00:02:21: oder was würdest du sagen läuft falsch wenn Menschen sagen die Gesellschaft seit tief gespalten.
00:02:29: Also erst mal, danke für die Einladung!
00:02:30: Ich würde die Frage gerne dir stellen...
00:02:32: Okay.
00:02:33: Du bist ja quasi im Herzen dessen, worüber ich auch spreche an dem Buch?
00:02:39: Ja.
00:02:43: Das ist gut dass du die Frage zurückstellst.
00:02:44: Ich habe vorhin darüber nachgedacht verbinden statt spalten und habe gedacht das finde ich gut weil ich sagen würde wer von gespaltender Gesellschaft spricht wird ich schon gar nicht machen wollen.
00:02:56: gespaltene Gesellschaft setzt, also man kann ja nur was spalten, was vorher einheitlich ist.
00:03:00: Also wenn ich sage es gibt eine gespaltene Gesellschaft dann stelle ich mir Gesellschaft vor als etwas, das vorher einhaltlich ist und wo jetzt unnatürlich ne Spaltung reingetrieben wird so wie nen Holzklotz der halt gespaltet wird aber vorher einheitlich ist.
00:03:16: Und Ich würde sagen So versteh' ich Gesellschaft gar nicht.
00:03:18: Nicht Als Was Vorher Einheitliches Was Man Dann auftrennen Kann Sondern Deshalb verbinden finde ich viel besser.
00:03:26: Gesellschaft besteht aus Individuen, aus vielen Menschen und Gesellschaft entsteht erst dadurch dass diese Menschen diese einzelnen zusammenkommen und eine Einheit herstellen.
00:03:38: die ist nicht vorher da sondern entsteht jeden Tag durch die Arbeit die wir machen durch all das was passiert dass Menschen andere Menschen pflegen dass sie Straßen bauen, dass sie Busse fahren usw.
00:03:50: Dadurch entsteht es Gesellschaft also durch das Verbindende.
00:03:55: Ja, ich glaube das ist im Grunde der Grund warum mich dieses Buch geschrieben hat.
00:04:00: Weil das was du beschreibst ist ja eher die Realität als das was wir sehen.
00:04:06: also ich meine du bist ja auch in diesem politischen Betrieb.
00:04:08: also für mich war sozusagen der Ausschlag dieses Buch zu schreiben war mein Frust über diese Differenz zwischen der politisch-medialen Debatte und da würde mich interessieren wie du es eben siehst Da du mitten drin bist und dem wie Menschen miteinander leben, weil das funktioniert ehrlich gesagt relativ gut.
00:04:31: Meistens?
00:04:32: Ja meistens!
00:04:33: Also wir haben relativ wenig Kriminalität, Gewalt alles da.
00:04:39: also das ist für mich auch mal ganz wichtig dass ich sage wenn ich sag etwas ist gut sage ich nicht.
00:04:44: das schlechte gibt es nicht.
00:04:45: es ist halt beides da.
00:04:47: Nur diese Sachen, die funktionieren, kriegt man nicht mit.
00:04:51: Der Unterschied ist halt das kennst du aus deinem privaten Leben garantiert eben auch, dass man im persönlichen Leben sehr darauf angewiesen ist zu kooperieren, zu verbinden miteinander, zu sprechen sich... Also das hat ihr Juval Noah Harari in einem Interview mit Ezra Klein vor zwei Wochen irgendwie gesagt.
00:05:08: er meinte wenn wir als Menschheit nicht kooperiert hätten auf Gemeinschaft gesetzt hätten sondern aufeinander dann säßen wir heute noch einen Höhlen.
00:05:17: Und es ist so.
00:05:18: Natürlich ist das so,
00:05:19: d.h.,
00:05:20: das funktioniert irgendwie ... Jeder braucht jeden in seinem Leben eine Woche durch die Welt zu gehen ohne jemanden zu brauchen schwierig oder auch jemandem zu helfen.
00:05:31: und dann haben wir diese politische Medialdebatte wo oft nur zwei Sachen gemacht werden, Recht haben wollen und anderen die Schuld geben.
00:05:39: und so können wir also stellen wir mal vor du gehst eine Woche so durch dein Leben bist du zu all deinen Freundinnen Familie Agierst du mit denen oder behandelst sie so?
00:05:46: Das wird nicht lange gut gehen.
00:05:50: Und das ist das, was ich oft sehe auf Social Media aber auch im politischen Diskurs.
00:05:55: Ich meine es vor Wahlkämpfen immer noch mal viel extremer als jetzt irgendwie während Wahlen Aber trotzdem und dass ist das was mich stört und dich ja vielleicht auch
00:06:07: Ja dann finde ich spannend aber drauf zu schauen.
00:06:09: Jetzt
00:06:09: du
00:06:10: beschäftigst dich als Journalistin sehr mit der oder intern, das Teil von dieser öffentlichen Debatte.
00:06:16: Klar bin ich auch aus einer anderen Perspektive vielleicht und ich fände dann spannend drauf zu schauen.
00:06:23: aber warum ist es so?
00:06:25: Also warum entwickelt sich eine Debatte dahin den du schreibst ja auch in dem Buch ein bisschen was dazu zum.
00:06:32: Ja erzähl's vielleicht auch gerne nochmal warum Menschen vor allem eher auf Negatives Schauen oder Trendes suchen.
00:06:41: Ich würde nicht sagen, dass ich es suchen.
00:06:44: Das beschreibe ich im letzten Kapitel.
00:06:45: ist das so, dass wir als Menschen unsere Gehirne dazu neigen, Negatives stärker anzuziehen und Positives eher abzuwehren.
00:06:54: Also wenn ... Was ich stelle vor, du gehst in den Wahlkreis zurück?
00:06:57: Und dann kommen zehn Leute, die sagen toll was sie machen lalalalala und loben dich!
00:07:03: Dann kommt eine Person und erklärt dir von Arbeitszeit warum du alles falsch machst.
00:07:09: Welches wirst du dir eher merken?
00:07:11: An welches wirst du den Rest des Tages denken?
00:07:13: Tendenziell eher an das Negative.
00:07:17: Das ist so dieser Negativitätsbeiß, den wir im Gehirn haben.
00:07:20: Der ist bei manchen ... Das ist eine Tendenz, muss man ganz wichtig sagen.
00:07:24: Nicht alle sind so, sondern manche stärker, manche weniger stark und man kann es vor allem auch verändern.
00:07:28: Man kann daran arbeiten, dass es verändern wird.
00:07:31: Aber das nur um zu sagen, dass das und viele andere Faktoren dazu führen, dass wir die Stärke vor, du machst X auf ja Habe ich heute gemacht aus einem bestimmten Grund?
00:07:41: Das
00:07:42: war mir gestern erst wieder vom Handy gelöscht.
00:07:43: Wirklich, es ist zum Kotzen!
00:07:45: Aber ich habe das ewig nicht mehr gemacht.
00:07:46: Ich habe aber wieder reingeguckt und wollte einfach nur kotzen den Ganzen.
00:07:49: Weil da ist der Eindruck... Oh Gott alle hassen sich so hier stehen fünf Prozent in der Welt und da sind fünf Prozent der Welt Und das stimmt einfach nicht.
00:07:57: Das stimmt auch für Deutschland nicht.
00:07:59: Aber dass ist der Eindruck, den man bekommt wenn man in diesem politischen Medienraum guckt und er gibt eben nicht die Realität der Gesellschaft wider.
00:08:07: Und das ist ein Problem, es sind natürlich Algorithmen, die manipuliert sind.
00:08:09: Weil X ist ja ganz offensichtlich.
00:08:11: Elon Musk ist gekommen und hat Twitter übernommen und hat einfach manipulierend verändert.
00:08:16: Das ist nicht echt was wir da sehen.
00:08:19: Dann ist es natürlich einen Ausschnitt der Realität wie Politik funktioniert, wie Medien funktionieren.
00:08:24: aber es ist nicht die Gesellschaft!
00:08:27: Es ist ein Teil der Gesellschaft.
00:08:29: Ja genau weil du gerade gesagt hast dass es nicht echt... Da hat sich, hat mir kurz Widerspruch gezuckt.
00:08:34: ich würde sagen Hast du jetzt ja auch gesagt, echt ist es schon.
00:08:39: Aber ja das ist ein Teil und der wird vielleicht verstärkt weil ich ja schon sagen würde wir haben ja sehr echte Konflikte in einer Gesellschaft.
00:08:46: Na klar!
00:08:47: Weil es eben unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Interessen und unterschiedlichen Identitäten und allem weiteren sind und diese Interessen geraten den Konflikt immer mal wieder.
00:08:58: Ist ja klar per se auch noch nichts Schlimmes.
00:09:00: und jetzt gibt's aber manche Konflikte, die auf einer gesellschaftlichen Ebene Bedeutung erlangen und dann auch ausgetragen werden.
00:09:15: Ich habe den Eindruck so wie Gesellschaft gerade organisiert ist gibt es eine Tendenz sie dazu führt dass diese das Menschen ineinander stärker in konflikt gesetzt werden.
00:09:28: also weiß ich nicht menschen sind Alle die von Lohnarbeit abhängig sind, sind im Konflikt darum einen Arbeitsplatz zu bekommen.
00:09:35: Mehr mal weniger je nachdem wie viel Qualifikation sie haben ist der... ...Konflikt vielleicht kleiner oder so aber der is ja nicht... Der ist ja nicht nur vorgestellt sondern er ist tatsächlich da und hat eine ökonomische Bedeutung und so ließen sich ja viele andere Konflikte auch finden.
00:09:51: Und jetzt würde ich dich aber so verstehen und das würde ich jedenfalls auch unterstreichen dass wir trotzdem sehen wie viel verbindendes Menschen immer wieder finden.
00:10:02: Also, dass dieses ständig im Konflikt da sein nicht unecht ist sondern echt ist aber nicht das eigentliche.
00:10:10: also Das ist ja so eine Behauptung der Mensch is halt so Der Mensch Is des menschen Wolf?
00:10:17: Der Mensch kämpft gegen andere Menschen und Es geht gar nicht anders.
00:10:21: Das ist das natürlich am Menschen.
00:10:23: Und ich finde auch man sieht eigentlich viel häufiger Evidenz die dagegen spricht, dass Menschen miteinander solidarisch sind.
00:10:31: Dass sie einander helfen, dass sie ein ander lieben, Zuneigung zeigen und so weiter sich unterstützen.
00:10:38: Und jetzt finde ich das Spannende, dass obwohl unsere Gesellschaft gerade eine Struktur hat in der es eigentlich nicht unbedingt befördert wird sondern was gerade gesellschaftlich befördert wird ist entgegeneinander ist ne Konkurrenzsituation.
00:10:51: und trotzdem sehen wir das
00:10:53: Genau, das ist doch total krass eigentlich.
00:10:55: Find ich ja
00:10:56: auch!
00:10:57: Aber du hast quasi jetzt gerade die strukturelle Ebene und die individuelle Ebene beschrieben.
00:11:02: Strukturell?
00:11:04: Ich weiß gar nicht ob Leute die Lohnen abhängig arbeiten miteinander im Konflikt sind weil sie um Arbeitsplätze... Also wir sind grad nicht in der Situation wo Arbeitsplätzen total massendhaft fehlen.
00:11:14: Dann würde ich sagen Ja, dann ja.
00:11:16: Ich würde eher sagen also klar aber dann ist es auch ein struktueller Konflekt kein Individueller, sonst ist es auch ein Struktureller.
00:11:24: Wir haben den strukturellen Konflikt ... Ich weiß nicht, was ich nennen würde, aber die struktuelle Tatsache, den strukturellen Fakt das zum Beispiel Vermögen anders behandelt wird in diesem Land als Einkommen?
00:11:38: Das finde ich schon einen sehr grundlegenden, strukturen Konflik oder Problem und da würde ich aber nicht sagen die Menschen irgendwie die bösen Reichen und die guten Armen oder so Solche Labels interessieren mich nicht, sondern ich möchte mir angucken.
00:11:54: Warum ist das so?
00:11:55: Zu welchen Problemen führt's und wie kann man das lösen?
00:11:58: Und was findest du in der Antwort?
00:12:01: Ganz einfach!
00:12:03: Es gäbe schon vieles, was man machen könnte.
00:12:04: Das wird nur nichts davon gemacht.
00:12:07: Ich war jetzt diese Woche im Studio neun Deutschland von Kulturen.
00:12:11: Diese Mittagsendung.
00:12:13: Und es war am Tag, wo abends sich die Sozialpartner mit Friedrich Merz und der Koalition getroffen haben.
00:12:19: Und da hat der Moderator mich gefragt, was ich erwarte von diesem Abend.
00:12:23: Ich so nix.
00:12:24: Er so ... Warum?
00:12:26: Ich so ... Ich so, na weil Sie das nicht lösen möchten!
00:12:29: Sie möchtern es nicht löse.
00:12:30: Es ist nicht so, sie können es nicht.
00:12:32: Natürlich können sie es.
00:12:33: Sie möchte nicht.
00:12:35: Sie möchten diese strukturellen Probleme nicht angehen.
00:12:38: Wir haben ... Strukturellen
00:12:39: Problems von Vermögen zum
00:12:40: Beispiel.
00:12:41: Dass wir ein absolut grundlegendes strukturales Problem, was wir in dieser Gesellschaft haben... Das begonnen hat ganz stark.
00:12:50: Erzählt also Forscher ganz viel dazu, zum Beispiel kann ich sehr empfehlen dass man sich mal guckt was er an Erkenntnissen hat und er sagt zb die progressive Besteuerung ist eine essenzielle Säule der Demokratie Die ist aber ausgesetzt seit den neunziger Jahren immer mehr.
00:13:05: Also wir sehen ja auch... ...zw.
00:13:09: in Deutschland glaube ich Wir sind gesprungen von viertausend Menschen, die mehr als hundert Millionen Euro haben auf fünf tausend.
00:13:16: Innerhalb von einem Jahr!
00:13:19: Wir haben offensichtlich ein strukturelles Problem.
00:13:22: Sind alle Probleme damit gelöst?
00:13:24: wenn wir das lösen würden?
00:13:25: Nein aber es wäre schon Teil davon weil wir sind in der Situation wo BAföG nicht erhöht werden soll.
00:13:29: Wo pflegende Angehörige weniger Rentenansprüche haben sollen wo Leute nicht mehr hinkommen mit dem, was sie zahlen.
00:13:37: Ich merke das ja selber mir.
00:13:38: Ich denke, ihr habt wirklich einen Schaden langsam als jemand, die gerne eine Demokratie möchte und dann funktioniert ein Staat.
00:13:48: Und wenn wir an diesem Punkt sind, wo man sagt okay vielleicht müssen irgendwie alle beteiligt werden und vielleicht sollten alle gleich behandelt werden zumindest steuerlich, da könnte man was machen.
00:13:57: aber das ist eine Koalition der Regierung, die das gar nicht machen möchte.
00:14:01: Deswegen erwarte ich da auch nichts.
00:14:03: Erwartest du ja auch nix rausgekommen?
00:14:05: Ja, wobei... Mir ging's übrigens ähnlich.
00:14:08: Ich wurde auch am selben Tag von einem Journalisten gefragt was ich davon erwarte.
00:14:12: Ich bin gespannt
00:14:13: was du gesagt hast!
00:14:14: Ich glaub' ich hab nicht nix gesagt aber ich habe angefangen damit zu erzählen dass meine Erwartungen nicht sehr hoch sind und da hat er mich dann direkt unterbrochen gesagt äh äh das hat doch niemand mehr erwartet.
00:14:24: Wer siehst
00:14:25: du?!
00:14:25: Ich
00:14:27: würde sagen in der jetzigen Koalition sind vielleicht die Interessen auch noch mal ein bisschen unterschiedlich verteilt, wie viel man daran machen möchte.
00:14:33: Aber ja ich finde auch, ich hatte letztens ein Erlebnis, ich war bei mir im Krefeld bei einem Pflegedienst und habe da mit den Mitarbeiterinnen des Pflegendienstes drüber gesprochen, wie ist die Situation?
00:14:45: Dann hat die erste von denen gesagt, boah ihr müsst jetzt mal beim Bürgergeldempfängerin kürzen statt bei uns!
00:14:51: Du hast eine Kollegin daneben hat gesagt Moment moment ich stocke ja auch auf wollte jetzt bei mir kürzen oder was
00:14:57: war
00:14:58: richtig spannend.
00:15:00: Also richtig gut weil man dann gemerkt hat natürlich nicht mit meiner kollegin sondern aber bei denen die nix machen und.
00:15:08: Dann bin ich mit den so durchgang.
00:15:09: okay man könnte jetzt bei bürger gelt empfängern kürzten wie viel kommt eigentlich zusammen so und so viele millionen oder milliarden je nachdem was man so kurz bildet dann.
00:15:17: Klar, die Nächste hat gesagt.
00:15:18: Oder bei den Ausländern oder bei Entwicklungszusammenarbeit oder wie auch immer sind wir da durchgegangen, wie viel geht da?
00:15:25: Dann als dritte Option hab ich hingestellt ... Na ja!
00:15:28: Wir haben eben diese fünftausend Menschen mit mehr als hundert Millionen Euro.
00:15:31: Allein die haben drei Billionen Euro an Gesamtvermögen.
00:15:33: Jetzt kann man sich ausrechnen, wieviel Prozent man davon bräuchte um nicht zu kürzen, irgendwo Belastung zu erhöhen und so weiter sondern nur an diesen riesigen Vermögen ranzugehen.
00:15:46: Einer hat das so schön auf den Punkt gebracht, warum reden wir darüber eigentlich nicht öffentlich?
00:15:51: Warum hat das noch nie... Also niemand stimmt natürlich nicht.
00:15:54: Aber ja in der Wahrnehmung von ganz vielen ist es in der öffentlichen Debatte nicht eine reale Alternative und ich würde dir zustimmen dass es halt politisch einen Unterschied machen würde ob das als wirkliche Alternativen hingestellt wird oder wie immer nur als überalternativlose scheinbar alternativlos Kürzungsvorstellungen diskutieren.
00:16:17: Deswegen ist es spannend, da wär ich so gerne dabei gewesen.
00:16:20: Ganz was nicht.
00:16:21: Ich wollte noch mal hingehen, weil die mich eingeladen haben, einen Tag Ambulanterpflegedienst mitzufahren ... Max,
00:16:27: komm mal Krefeld!
00:16:28: Gucken wir, was ein Krefeld sonst machen kann?
00:16:31: Aber das finde ich mega... Gute Sachen da.
00:16:32: Bauernhaus
00:16:33: kann man sich zum Beispiel angucken, super schöne Museen,
00:16:35: hübsche Innenstadt.
00:16:36: Ich glaub nur umgestiegen.
00:16:38: Ja vielleicht komme ich da mal hin.
00:16:39: Gerne.
00:16:41: Das find ich interessant, Da bist du halt auch bei Menschen, die diese Sachen widerspiegeln.
00:16:47: Was wir diskutieren?
00:16:49: Also das ist ja genau ... Das ist im Grunde das, was ich damals als die SPD in die Koalition gegangen bin mit der CDU.
00:16:56: Also Mai-Vinzwanzig oder entschieden hat dann.
00:17:01: Da hab ich ... Das war genau das, wo ich sag, wenn das jetzt passiert, haben wir ein richtig fettes Problem weil... Wir haben keine Alternative mehr!
00:17:11: So Grüne und Linke sind auch mal zu klein.
00:17:13: Und Grüne ... Grüne, also Grüne wollen ja strukturell mit der Union.
00:17:18: Ich bin immer so... Also die Grünen wollen strukturell mit der Union zusammengehen.
00:17:22: Die SPD macht immer so, okay wir machen's halt!
00:17:25: Aber deswegen traue ich den Grünen noch weniger als der SPD?
00:17:28: Aber auf die Grüner das mitmachen wir was ich auch nicht.
00:17:30: aber wir brauchen eine Alternative zu diesem System, was wir jetzt haben.
00:17:33: Mhm.
00:17:35: Und ich will ja gar nicht, also ich möchte ge-, also gehen wir mal zurück zur Koalition.
00:17:40: Und da war klar, wenn SPD und Union zusammengehen, dann wird genau diese Erzählung gestärkt.
00:17:45: Wir haben keine andere Erzählungen als ... Wenn man irgendwas bei Vermögenen macht, dann sterben quasi die ... Ich weiß nicht, wie viele Arbeitsplätze hinweg?
00:17:54: Das stimmt einfach nicht!
00:17:56: Aber dieser Erzählung ist die Erzähling der Union oder FDP oder AfD
00:17:59: usw.,
00:18:01: und wir haben dazu keine Alternative.
00:18:02: Die Partei, die bisher noch eine Alternative hätte sein können, ist aber verbrannt dadurch dass sie schon wieder mit gesagt Kack-Union zusammensitzt.
00:18:12: Weil es geht ja nicht mal darum, dass man sagt also ich habe für einen fünf AD-Feature, Radiofeature.
00:18:18: über Vermögensungleichheit hab' ich mit Fabian Pfeffer gesprochen ist ein ganz toller Soziologe der seit Jahren zu Vermögenungleichheiten und Ungleichheiten forscht jetzt in den letzten zehn Jahren auch im USA das ist an der MLMO München Und er hat mir gesagt die Vermögungsungleichkeit in Deutschland ist so extrem dass nicht mal ein Vermögensteuer mehr daran was ändern würde.
00:18:40: Man kann diese Vermögenssteuer schon einführen, wäre auch wichtig aber es ist nicht die Lösung des Problems.
00:18:48: und dann habe ich mir gedacht wieso reden wir nicht die ganze Zeit darüber was Lösungen dieses Problems wären?
00:18:53: Und man muss einfach nochmal klar machen es geht nicht darum jetzt im ersten Schritt das man sagt Vermögende sollen stärker belastet werden sie sollen einfach nur gleich behandelt werden wie alle anderen.
00:19:02: Wir haben einen, nach Oxfam ein durchschnittlichen Steuersatz für Milliardäre von sechsundzwanzig Prozent.
00:19:10: Den würde ich lieben diesen Steuerschatz!
00:19:12: Ich habe diesen Steuer-Satz nicht.
00:19:15: Ja, ich weiß.
00:19:16: Ja siehst du?
00:19:17: Aber diese Leute zahlen einfach weniger Steuern als jemand der morgens in die Bäckerei sich stellt oder den Puss fährt und das ist das Problem.
00:19:31: Bei der Vermögenssteuer, dass das daran nicht mehr grundsätzlich was ändern würde, finde ich kann man ganz gut sehen.
00:19:36: Bei allem, was wir an Umverteilung machen ist ja erstmal vorausgesetzt, dass wir eine Verteilung, ne Primärverteilung haben die ungerecht ist.
00:19:44: also Erbschaftssteuer und Vermögensteuer Und was man sich sonst noch vorstellt an umverteilenden Steuern, verteilen.
00:19:50: ja Haben die Idee, dass ein Vermögendes sehr ungleich verteilt ist gesellschaftlich gerechter verteilt wird aber setzen erst mal vorauss, also schon gedanktlich dass es ungerecht verteilt ist.
00:20:01: Nur dann kann man's ja gerecht umverteilen, und ich finde auch eigentlich müsste man noch einen Schritt früher ansetzen und gucken warum kommt's zu dieser Primärverteilung?
00:20:13: Warum ist das in der Gesellschaft so, dass es die einen Menschen gibt, die extreme Vermögen anhäufen können?
00:20:19: So sehr, damit kann man gar nicht mehr ausgeben, wenn ich davon seh.
00:20:23: Nur noch fiktive Zahlen.
00:20:24: irgendwann hat man ja mehr Yachten als ... fahren kann und andererseits aber es menschen gibt die in ihrem leben niemals irgendetwas besitzen werden was nennenswertem vermögen entspricht für die eigentlich alles was sie an eigentum haben das soziale eigentums also sowas wie sozialversicherung arbeitslosen versicherungen rennte und so weiter dass ist Das nennenswerteste Eigentum.
00:20:49: Da soll es die ganze gekürzt werden?
00:20:51: Ja,
00:20:51: genau!
00:20:51: Und das finde ich auch.
00:20:52: eigentlich ist dann doch eine Enteignung von diesen ganzen Menschen.
00:20:55: Von einer breiten Bevölkerung, die kein nennenzwertes eigenes Vermögen haben sondern deren Vermögend, deren Eigentun das gesellschaftlich ist.
00:21:02: und was wir jetzt gerade erleben ist dass genau daran gekürz wird.
00:21:07: Deren soziales Eigentumen... Reduziert wird während gleichzeitig ist ein paar wenige diese fünftausend oder wie viel auch immer extrem reich gibt deren private vermögen durch die Decke gehen.
00:21:20: Und ich meine jemand mit neunzehn Millionen Euro ist auch noch extrem reichen, also es ist nicht so mehr als hundert.
00:21:25: Also wieviel's da gibt?
00:21:26: Wieviel zwischen Neunzig und Hundert weiß ich nicht.
00:21:29: Ähm...und das ist aber das dass wo ich dann an meine Grenzen komme warum macht die SPD das?
00:21:36: Das wird mit der Union niemals, niemals so.
00:21:39: diese Partei.
00:21:40: Der Spanens, der Merzens und wie sie alle heißen ... Nie im Leben werden die an diese steuerlichen grundsätzlichen Fragen drangehen wollen.
00:21:52: Deswegen sag ich auch, hab' ich gesagt über diesen Abend?
00:21:55: Die möchten das nicht!
00:21:57: Die sagen hier machen wir ein bisschen barvög weniger und da ... Allein dass man auf die Idee kommen kann in einer Situation wo Leute wirklich am Rand sind mit ganz vielen Sachen pflegende Angehörige verlieren das Rennenansprüche.
00:22:09: Also, da hängst du echt Leute... also wie was?
00:22:12: Also redet ihr drüber zusammen?
00:22:15: Ihr seht es ja auch sag ich mal.
00:22:19: Wie ist denn so die Gespräche zwischen Abgeordneten?
00:22:23: Hört Lars Klingball auf irgendjemand?
00:22:26: Klar gibt's da Gespräche!
00:22:27: Ich würde sagen wir diskutieren eben über eine Alternative nicht.
00:22:38: Das ist, die an die großen Vermögen ranzugehen.
00:22:41: Über die das is politisch gewollt mindestens mal von einigen Parteien dass darüber nicht diskutiert wird.
00:22:48: und wenn man das ausschließt klar dann gibt es nur noch ein paar Optionen.
00:22:52: also dann kann man halt überlegen kürzen wir jetzt da oder da nehmen wir da das Geld weg oder da?
00:22:59: Und im Grunde haben wir ne Debatte die sich in dem Rahmen bewegt.
00:23:01: und jetzt kann man den dem Rahmen eigentlich nur schlechte Entscheidungen treffen.
00:23:07: Man spielt die eine Gruppe gegen die anderen aus.
00:23:09: Ist das jetzt schlimmer, dass Barfönk nicht erhöht wird oder das Wohngeld gekürzt wird?
00:23:14: Beides ist schlecht.
00:23:15: bei beiden Gruppen Gibt es gute Gründe warum sie das Geld gerade jetzt brauchen.
00:23:22: Aber der Rahmen ist halt gesetzt und ich glaube das ist das was Was politisch gewollt ist und ja worüber?
00:23:30: auch?
00:23:30: sehr gefragt reden wir darüber worüber Ich finde wir mehr reden sollten also mehr alternativen oder die Alternative aufzuzeigen, dass das eben nicht alternativlos ist.
00:23:41: Es gäbe die Optionen mehr über Umverteilung zu diskutieren?
00:23:44: Ja, mehr über Primärverteilungen zu diskutiert werden.
00:23:47: Mehr darüber zu diskutierend ob es eigentlich richtig ist, dass es ein paar Einzelne gibt, die über eine Macht verfügen.
00:23:54: Elon Musk ist so das personifizierte Beispiel aber jetzt kann man ja auch in Deutschland sich angucken.
00:23:59: Es gibt so ne krasse Konzentration von Unternehmensvermögen von ... weiß ich nicht... Unternehmen, die reduziert sind auf Gruppen wo einzelne Menschen über riesige Unternehmensgruppen verfügen können und weiß ich nicht.
00:24:14: Wir haben aus guten Gründen demokratische Prinzipien, die wir hochhalten und sagen es sollte nicht sein dass einzelne menschen über unser Wohl oder Wehe entscheiden.
00:24:23: verrückter König oder ein verrückte Diktator kann großen Schaden anrichten und tut das oft auch.
00:24:29: also soll so eine Macht nicht bei Einzelnen liegen?
00:24:31: Und wir haben aber in einigen Unternehmen eine Macht konzentriert über die einzelne Menschen verfügen können, die irre ist.
00:24:39: Über die manche Könige früher nur hätten nur davon träumen können.
00:24:43: aber das erscheint uns als völlig normal.
00:24:46: es ist völlig normal dass ein einzelner Mensch der hat sich das eben aufgebaut und darf jetzt über weiß ich nicht.
00:24:52: nehmen wir Lidl über einen riesigen Anteil des Einzelhandels in Deutschland verfügen deckt wird das nicht machen.
00:25:01: Aber theoretisch könnte von einem Tag auf den anderen sagen, gibt keine Lebensmittel mehr?
00:25:06: Macht er nicht!
00:25:08: Strukturell
00:25:09: hätte er die Macht dazu und das finden wir normal.
00:25:12: Das finde ich schon verrückt eigentlich.
00:25:14: Aber das ist glaube ich genau der Punkt.
00:25:16: du hast in diesem Pflegedienst wo du warst gesehen dass sie das nicht nochmal finden.
00:25:21: überhaupt nicht
00:25:22: genau
00:25:22: natürlich.
00:25:23: aber.
00:25:25: Und solche Macht kann nur entstehen, bis stehen.
00:25:28: Nicht entstehen und bestehen, wenn Menschen auseinander getrübbelt werden.
00:25:32: Also wenn man sagt die Faulen hier, die Fleißigen da, die Ausländer hier... Das macht Friedrich Merz das mit Par excellence.
00:25:42: Wahnsinn!
00:25:42: Ich verneige mich wie er es schafft.
00:25:46: Magst du das auch so eine?
00:25:50: Die faulen arbeitslosen Sitzen auf dem Sofa und die Migranten.
00:25:57: Es gab im siebzehn Jahrhundert, das würde nicht so lang, aber es klingt so, dass wir nicht so lange ... Aber um das einmal zu zeigen wie dieser Dynamik funktioniert in der wir uns befinden also.
00:26:09: Sechzehn, sechsten, siebzig in Virginia.
00:26:12: Das waren damals natürlich nicht die USA, das war britische Kolonien.
00:26:18: Damals gab es weiße und schwarze Sklavinnen.
00:26:22: Weiße Sklavin waren oft verarmte Menschen aus Osteuropa, und Sklave kommt auch von Slavien.
00:26:28: Die sind natürlich die Wege wieder hin.
00:26:30: Aber jedenfalls wurden sie dort ausgebeutet.
00:26:33: Schwarze und weiße beide alle.
00:26:35: Alle wurden ausgebeutet, Leib-Eigenschaften, Kannefreiheiten, Gewalt usw.
00:26:38: Und in den Sechsten und Sechsen Siebzig gab's einen Aufstand von Sklaven gegen die Kolonialregierung Und die Weißen und Schwarzen haben dasselbe erlebt.
00:26:51: Dasselbe Leid, dieselbe Gewalt.
00:26:53: Die sind zusammen aufgestanden gegen die Kolonialherren.
00:27:00: Der ganze Conference hieß Bacon Rebellion, das war alles so komplexer wie es zusammenkommen ist aber jedenfalls ... Das war ein sehr mächtiger Aufstand!
00:27:08: Die Koloniale Herren waren sich zu Tode erschreckt weil sie dachten Gott will.
00:27:12: Was haben Sie dann gemacht?
00:27:13: Was sehr kluges aus Ihrer Sicht.
00:27:18: den Schwarzen alle Rechte genommen, und den Weißen ein paar Rechte mehr gegeben.
00:27:25: Ein paar!
00:27:26: Nicht wirklich aber... Und das war's.
00:27:29: Keine Einheiten mehr, kein Zusammenmerk, kein Widerstand.
00:27:32: Da sitzen wir gerade drin.
00:27:34: Dass du wirklich Leute aus dem Pflegedienst arbeiten sagst, man muss den Aber ist los und noch mehr wegnehmen?
00:27:39: Ich verstehe warum sie das sagt.
00:27:40: Sie hört es ja von morgens bis abends.
00:27:45: Das ist völlig abstrus, aber es funktioniert halt bei Emotionen darauf reagieren.
00:27:50: Das sind auch keine doofen Leute!
00:27:51: Es geht hier nicht... Ich hatte mal in der Diskussion mit Jan Flaschauer, wo er mir gesagt hat, ich würde den Leuten dummer hätten unterscheiden, überhaupt nicht.
00:27:58: Das hat nichts, das wollen die immer, dass man so elitär daherkommt.
00:28:01: Sie haben nichts zu tun ... Aber das ist die Debatte und das isst die Welt, in der wir leben.
00:28:08: Und die dominiert alles.
00:28:14: Vermögensverteilung sieht man, dass der eindeutigst gelben Interesse eines großen einer großen Mehrheit der Bevölkerung das zu ändern.
00:28:21: Das ist
00:28:21: das Verbindende eigentlich?
00:28:22: Genau und sobald das politisch hergestellt würde wer das für die wenigen, für dir das ein Problem ist natürlich nicht so gut.
00:28:32: Wer es aber gar nicht erleben wird.
00:28:34: Die würden ja nicht für sich arm werden.
00:28:36: also die bleiben ja reichreich reichreich reich ist.
00:28:39: Und trotzdem
00:28:40: ist es gegen auch verständlich gegen deren Interesse.
00:28:43: Das würde ich nicht sagen.
00:28:44: Nee?
00:28:45: Ich glaube nicht, dass es gegen deren Interesse ist.
00:28:48: Ich glaube das ist sehr für ihre Interesse weil sie in einer Gesellschaft leben wollen die demokratisch ist und bleibt.
00:28:55: Das
00:28:56: kann man sich fragen.
00:28:59: Also das nützt den einfach strukturell!
00:29:03: Du hast eine Funktion der Rechtsstaat du hast eine funktion der Demokratie, du hast ne Gesellschaft die nicht in Gewalt versinkt um Kriminalität.
00:29:08: Das hilft deinem Unternehmen schon sehr
00:29:10: Ja, aber ich weiß nicht jemand wie Peter Thiel wird der sagen.
00:29:13: Ich will in einer Demokratie leben?
00:29:15: Nee, der will ja nicht mal ... Der war im Interview mit den Nürburgränden und haben ihn gefragt, ich meine, der Wortlogger irgendwas mit do you think humanity should survive?
00:29:24: Und er hat gezögert!
00:29:26: Also von da hat Peter Thiele es wirklich nicht.
00:29:28: Also Peter Thile ist glaube ich jetzt nicht ...
00:29:30: Okay, einverstanden ist nicht ... Stellvertretend
00:29:35: für alle vermögenen Menschen.
00:29:36: Und
00:29:36: trotzdem... also ich verstehe schon oder ... Kann mir vorstellen, dass du sagst okay eigentlich haben wir doch alle ein Interesse an einer Gesellschaft in der alle... Alle gut zusammenleben.
00:29:50: Okay aber Das unterstellt ja vielleicht auch eine langfristige Perspektive.
00:29:57: das jetzt jemand der hundert Millionen zum Beispiel hat sagt ne ich will nicht auf zehn oder zwanzig oder dreißig Millionen davon verzichten weil mit den zehn millionen Könnte ich mir noch eine villa mehr kaufen oder keine ahnung was ich will auf die nicht verzichten.
00:30:11: dass das erst mal nicht deren Interesse ist.
00:30:15: Finde ich jedenfalls verständlich, muss ich ja nicht teilen aber für mich
00:30:18: verständig.
00:30:18: Ja weiß ich aber nicht ob... Ich meine es gibt auch genug Vermögende die sich bei Text Me Now zum Beispiel engagieren also
00:30:24: weiß ich nicht.
00:30:24: Ja und andere wird sich dagegen engagiert.
00:30:26: Ja
00:30:26: sicher!
00:30:27: Und ich würde's vielleicht auch so sagen gibt halt die die das anders oder eben in diesem Interesse sehe auch entsprechen und versuchen politisch darauf einzusetzen zu nehmen.
00:30:40: und dann gibts andere genau Text me now die sagen mag sein, dass mir das was bringen würde.
00:30:44: Aber ich mir ist mehr daran gelegen eine demokratische Gesellschaft zu haben.
00:30:48: Ist dann ja vielleicht auch ne Abwägung und andere treffen diese Abwägungen andersrum?
00:30:51: Genau!
00:30:51: Ich glaube, wenn ich jetzt politisch denken würde... Ich würde nicht sagen wir brauchen einen Vermögenssteuer, auch wenn es gegen das Interesse der Vermögenheit ist.
00:31:01: Das ist ein Glaube.
00:31:03: Ich glaube daran nicht.
00:31:04: Ich glaub nicht, dass ein Vermögnesteuer gegen das interesse der vermögenen ist.
00:31:09: Gibt's sicher Leute die das glauben?
00:31:11: Absolut?!
00:31:12: Ich glaube das nicht.
00:31:13: Und ich glaube, es ist politisch nicht klug, das so zu verkaufen.
00:31:16: So kriegt man das niemals durch!
00:31:20: Und es stimmt auch nicht?
00:31:22: Es ist ein Glaube... Also ich habe heute einen Vortrag gehalten vor ganz vielen Verwaltungsangestellten und ich hab darüber gesprochen, dass Regeln wenig wichtig sind.
00:31:38: Und die haben das voll gut angenommen.
00:31:39: auf jeden Fall weil ich finde Werte sind wichtiger als Regeln Und dass man so auf ... Ja, ich verstoße auch gerne gegen Regeln.
00:31:48: Weil ich regle aber oft dumpfen und mein Wert steht ... Na ja, egal, auf jeden Fall.
00:31:53: Und dahinter steht ganz auf der Glaube vor allem in Deutschland, wenn man keine Regeln hätte, das alles ins Chaos versinken würde ist ein Glaube nicht dran.
00:32:03: Also ich sag nur um zu erklären was it's a belief.
00:32:07: So is es nun nicht.
00:32:08: Deswegen würde ich ... Im Gegenteil sagen das Vermögensteuer oder gleiche Besteuerung von Vermögenden und so weiter, dass es zugunsten von Vermögendern ist.
00:32:18: Ich würde jetzt zustimmen auf lange Sicht also.
00:32:21: ich würde natürlich auch sagen, dass für die gesamte Gesellschaften alle Menschen besser ist wenn wir das hinbekommen ungleichheit zu reduzieren, wenn wir es hinbe kommen, dass diese Gesellschaft noch weiter demokratisiert wird, wenn man es hinbekommt, dass alle Menschen ein gutes Leben haben.
00:32:35: Das hilft am Ende allen Menschen sehe ich auch so.
00:32:38: Sagt ja auch.
00:32:40: Eigentlich jede Evidenz, dass die Gesellschaften in denen es weniger Ungleichheit gibt und weniger Kriminalität hat.
00:32:45: Das ist das Risiko von Kriminalitäts-, Opfer von Kriminalität zu werden sinkt für jeden einzeln.
00:32:52: Stimmt würde ich auch so sehen.
00:32:55: Und trotzdem scheint mir das unmittelbar erst mal ein Konflikt zu sein.
00:33:00: Das erleben wir gerade politisch.
00:33:03: Es scheint mir nicht so, dass einfach nur noch niemand auf die Idee gekommen ist.
00:33:07: Den extrem reichen Mal zu sagen, was haltet ihr davon?
00:33:11: Nee, weil
00:33:12: die wollen
00:33:13: das ja nicht verändern.
00:33:14: Genau!
00:33:15: So und jetzt würde ich denen... Haben die da vielleicht auch ein anderes Interesse?
00:33:22: erstmal Ich glaube langfristig würde ich auch sagen Ist es doch in unser aller Interesse Diejenigen, die jetzt gerade sehr reich sind eingeschlossen.
00:33:29: Aber erst mal ist das ein Konflikt den wir jetzt gerade gesellschaftlich haben.
00:33:35: Wenn ich allerdings eine Politikerin wäre, die das verändern will, würde ich es nicht als Konflikt darstellen.
00:33:41: Also weil man kriegt das ja nie ... Du kriegst es... Wie gesagt, ich finde auch nichts aus Kompliktes aber Das Ziel ist ja dass wir in der Gesellschaft haben Wo wir nicht vierzig bis vierzig Prozent der Menschen haben, die keine Spar-Einlagen haben.
00:33:56: Das wollen wir gerne nicht!
00:33:57: Weil wenn bei denen die Waschwasche kaputt ist oder das Auto dann haben sie ein riesiges fettes Problem.
00:34:03: In der Gesellschaft leben wir.
00:34:04: Ich glaub, die Armutsquote ist auch gestiegen, meine ich so.
00:34:07: Das wollen wir, das ist sowas ...
00:34:10: Wir wollen das sehen.
00:34:12: Friedrich Merz ist seit seiner Geburt privat krankenversichert.
00:34:15: Der weiß überhaupt nicht was es bedeutet!
00:34:18: Er hat keine Ahnung.
00:34:19: So, er weiß es einfach nicht.
00:34:20: Das merkt man ja immer wieder im Umgang mit Menschen, dass er einfach nicht ... Mit Leuten die auf seiner ökonomischen Ebene sind, dass er da total lieb ist und empathisch.
00:34:33: Nur er versteht nicht was die Realität von vielen Menschen ist.
00:34:36: Von Migranten schon mal gar nicht.
00:34:40: Das heißt es geht gar nicht auch um das man als einzelne Politiker überzeugt oder so.
00:34:44: Ich sag nur... Man muss sich einfach strukturell angucken wie kommen wir am ehesten an dieses Ziel?
00:34:50: Weil ... Das
00:34:50: würde ich auch sagen.
00:34:51: Genau, weil die Grundlage ist, dass sich die allermeisten Menschen in einer Gesellschaft ähnliche Dinge wünschen.
00:34:58: Es gibt diesen kleinen Teil der anderen Gewalt antun will, deportieren will, abschieben will, Autoritarismus will, Rechtsextremismus muss es ja, den gibt's!
00:35:12: Und das ist der kleine Teil is', macht die Gewalt, die von diesem Teil ausgeht nicht weniger massiv und gefährlich.
00:35:22: Dieser kleine Teil will aber, dass wir die ganze Zeit uns nur auf diesen kleinen Teil fokussieren.
00:35:27: Und nicht auf die vielen Menschen ... Die sehr wohl ähnliche Wünsche hat und einfach nur gut leben will und sich wünscht, dass es den eigenen Kindern in der nächsten Generation besser geht.
00:35:41: Und wir fokassieren uns ständig nur auf die, die spalten und hassen und polarisieren.
00:35:46: Auf die AfD zum Beispiel.
00:35:47: Weil das ist ein Mittel von autoritären Kräften!
00:35:51: Das Dramatische ist, dass es auch demokratische benutzen.
00:35:55: Unter anderem Lars Klingweib.
00:35:57: Aber wenn du sagst eigentlich will das eine Mehrheit der Menschen?
00:36:01: Ist ein ganz kleiner prozentualer Anteil der nicht in die Gesellschaft.
00:36:04: Gar
00:36:05: nicht so ganz klein.
00:36:05: So zwanzig bis dreißig Prozent.
00:36:09: Okay aber dann sind ja immer noch siebzig Prozent von denen du jetzt sagen würdest, die wollen das erst mal alle.
00:36:16: Warum haben wir das da nicht?
00:36:18: Ja das muss ich dich fragen!
00:36:19: Ich
00:36:22: würde sagen, weil da ein Konflikt ist.
00:36:24: Nein ich würde sagen ... Politische Dynamiken macht Dynamiken anders funktionieren als gesellschaftliche.
00:36:31: Wird das so politisch nicht als gestschaftlicher?
00:36:33: Nee, ich mach dann strukturell mal einen Unterschied.
00:36:35: Also wenn zum Beispiel ... Was ich will ja meine Mutter denke.
00:36:41: Ich wüsste es sich was sie mit Macht machen anstellen sollen weiß wie ich meine.
00:36:45: also Macht hat keine Relevanz für meine Mutter.
00:36:48: Weiß ich nicht.
00:36:50: Okay, du kennst meine Mutter nicht.
00:36:51: Aber ... Stimmt!
00:36:53: Nee, aber politische Macht zum Beispiel oder?
00:36:56: Also persönliche Beziehungen ja da werden auch Machtspielchen gespielt und so weiter auf jeden Fall.
00:37:02: Das mein ich aber nicht.
00:37:03: Ich meine sie also zu sagen, meine Mutter strebt jetzt nicht nach Macht was so Pinkie in the Brain-mäßig.
00:37:11: Aber halt.
00:37:13: im Politischen geht es um Macht Und die Demokratie ist dazu da, um Macht so weit wie möglich zu verteilen.
00:37:21: Das ist der Sinn einer Demokratie.
00:37:24: und wenn wir aber den Zustand haben, dass sowohl medialpolitisch auch Influencer oder wie auch immer das die Macht wollen und Aufmerksamkeit und Plitscheneinfluss dann machen die Dinge, die der Gesellschaft nicht gut sind und diese Dynamiken gibt es in der Gesellschaft eher weniger.
00:37:44: Das ist doch Gesellschaft, oder?
00:37:47: Ja, kann's auch Gesellschaft nennen.
00:37:49: Die Dynamiken sind unterschiedlich!
00:37:51: Also es gibt ja was Chefin Mao Polarisierungsunternehmer nennt.
00:37:54: Das ist genau das... Du polarisierst hier sie bösen dort die Guten da die Faulen da die Fleißigen und du gewinnst dadurch.
00:38:03: Julia Ruß ist für mich zum Beispiel Journalistin.
00:38:09: Wie ist sie so bekannt geworden indem Sie polarisiert?
00:38:12: An dem sie sagt die guten und die Bösen.
00:38:16: Das ist von der Wahrheit sehr weit entfernt.
00:38:20: Und jetzt gibt's aber einen Grund, warum man sich damit so profilieren kann?
00:38:24: Weil das was aufgreift viele Menschen spricht das ja an!
00:38:29: Also es kommt nicht einfach aus nix sondern emotional spricht dass ja viele Menschen an,
00:38:34: d.h.,
00:38:35: es greift irgendwas auf, was gesellschaftlich da ist würde ich sagen.
00:38:38: Nee
00:38:38: andersrum.
00:38:39: Steffen Mauer sagt zum Beispiel, dass diese Polarisierung Diese Spaltung gibt es nicht natürlicherweise in der Gesellschaft.
00:38:47: Es wäre auch komisch, also warum sollte denn irgendwie ein zehnjähriges Kind sagen?
00:38:50: ich will aber nicht dass man gendert?
00:38:52: Wo kommt denn das her?
00:38:55: Das ist keine natürliche Spaltung in der gesellschaft.
00:38:59: Das ist etwas was entsteht.
00:39:00: Ich sage nicht nur politischen Medien machen das.
00:39:02: natürlich kommt es irgendwo an und es wird auch dort weiter verbreitet das auch Aber das ist nichts.
00:39:08: Also gendern spaltet uns nicht
00:39:10: näher bestreift eine Emotion auf die gesellschaftlich da ist.
00:39:16: Nur deshalb löst das ja was aus, also diese Gender-Debatten oder auch andere Fragen an denen Menschen entsolidarisiert werden, die greifen ja ein Gefühl auf und verknüpfen das mit etwas politischem?
00:39:31: Das ist nicht... Ja genau warum sollte das ein Kind interessieren?
00:39:36: ob es gendert oder nicht keine Ahnung!
00:39:38: Das is nicht irgendwie schon da.
00:39:40: aber ein Gefühl Mein Eindruck ist schon gesellschaftlich da, an das diese politische Debatte anknüpfen kann.
00:39:49: An die solche Menschen, die versuchen zu insolidarisieren, anknüpfen können.
00:39:54: Das ist schon ein gesellschaftlicher Da hab ich den Eindruck.
00:39:57: Ja wir haben alle Gefühle ja.
00:39:59: also von daher klar Wir können alle neidisch sein, wir können alle gemeinsam und alle grausen sein.
00:40:04: Natürlich sind uns drin.
00:40:05: Wir können Angst haben.
00:40:08: Also die gefühle sind natürlich da!
00:40:09: Die Frage ist welche werden angesprochen?
00:40:12: Genau Und jetzt kann man die Verbindenden
00:40:15: sprechen,
00:40:16: die da sind.
00:40:18: Oder
00:40:18: die Trennende.
00:40:19: Ja genau oder die die ansprechen und die sind ja auch da.
00:40:22: na klar Menschen grenzen sich ab und Menschen die Angst haben wollen nicht dass es ihnen an den Kragen geht sondern dann lieber den anderen.
00:40:30: und dieses Gefühl lieber die als ich.
00:40:33: das kann man natürlich ansprechen das passiert politisch auch klar
00:40:37: Genau.
00:40:37: man kann also eine Geschichte Also eine Schnee-Schnielandschaft.
00:40:50: Mit Bäumen und Wald und Schnee, einen Großvater und sein Enkel laufen durch diese Schneelandschaft und unterhalten sich.
00:40:58: Dann kommen sie an eine Lichtung.
00:41:01: Und dann sehen Sie das auf dieser Lichtung zwei Wölfe miteinander kämpfen.
00:41:08: Der eine Wolf ist dunkel der andere Wolf ist hell Und die kämpfen ganz, ganz gewaltvoll miteinander und es ist schon der Blut.
00:41:18: Sieht man auf dem Schnee und der kleine Enkel guckt sich das ganz aufmerksam an.
00:41:24: Dann fragt er seinen Großvater, welcher Wolf wird denn gewinnen?
00:41:30: Man sagt der Großväter, der Wolf den du fütterst!
00:41:35: Wir futtern ständig nur den dunklen, das schlechte, das negative, diese getrennenden Gefühle Die ganze Zeit.
00:41:47: Wenn du die Zeitungen auflegst, wenn du Social Media anmachst ... Die sind böse!
00:41:52: Die wollen euch was wegnehmen.
00:41:53: und deswegen will ich übrigens auch nicht dass man sagt die Bösen reichen.
00:41:56: das ist nicht wahr.
00:41:59: es geht darum Dass man zeigt wie eine Gesellschaft aussehen kann in der es einem Großteil der Menschen gutgeht.
00:42:07: Das wird uns aber sehr selten gezeigt.
00:42:10: Es wird auch sehr selte darüber gesprochen.
00:42:15: Ja und jetzt würde ich aber sagen Weil das an eine gesellschaftliche Wirklichkeit anknüpft.
00:42:21: Die nicht, und das hatten wir ja vorhin schon mal die nicht... ...natürlicherweise da ist dass Menschen ebenso sind Das Bullshit sind für uns heinig Aber die trotzdem ne gesellschaftlichen Wirklichkeit ist würde ich sagen also Da sind wir vielleicht wieder auseinander bei der fragekonflikt.
00:42:40: Es ist also real Nehmen wir noch mal die politischen Diskussionen jetzt gerade.
00:42:45: Es ist ja grade eine reale Sorge von ganz vielen Menschen, dass bei ihnen gekürzt
00:42:49: wird
00:42:50: und real macht das für sie einen Unterschied dann lieber bei den anderen als bei mir.
00:42:57: Das ist ja ein Macht-für-Sien echten Unterschied in ihrer Lebenswirklichkeit ob jetzt bei mir selbst oder bei den Anderen gekürzt wird.
00:43:09: Das ist gerade ein politischer Konflikt jetzt bei mir oder bei denen, dann lieber bei den anderen als bei mir.
00:43:14: Und das ist eine gesellschaftliche Wirklichkeit die nicht natürlich ist und nicht unbedingt da sein muss, die man anders gestalten könnte aber trotzdem jetzt in unserer Gesellschaft wirklich ist und die mir erleichtert wird wenn ich... Die es mir überhaupt nur erträglich macht negative Gefühle dann auf dieser andere Personengruppe übertragen kann.
00:43:40: Also, wenn ich die anderen bei denen gekürzt wird mit mir identifiziere ... Dann ist das ja nicht auszuhalten!
00:43:47: Also, kann ich diesen gesellschaftlichen Konflikt würde ich sagen leichter ertragen?
00:43:53: Wenn ich negative Emotionen der anderen Gruppe zuschiebe, dann ist das erträglich dass wir dann lieber bei mir als bei den also... Bei dem gekürzen beim bei mir soll es bleiben.
00:44:04: Der Konflikt ist gelogen.
00:44:07: Das würde ich nicht sagen?
00:44:08: Doch,
00:44:09: warum sollte denn... Also das ist ganz klar.
00:44:11: die Dorothee Bär hat jetzt gesagt Wir kürzen bei der Pflege und wir kürzten bei der Rente.
00:44:16: Dann können wir es auch beim Barf verkürzen.
00:44:19: dann können wir nicht sagen dass wir im Barf nicht kürze irgendwie sowas.
00:44:23: Diese Gegenüberstellung ist absolut erfunden
00:44:26: Würde ich nichts sagen.
00:44:27: Natürlich
00:44:28: sie erfunden.
00:44:28: Sie behauptet Wir müssen auch bei den anderen kürzen.
00:44:37: Man kann noch sagen, wir kürzten bei der Verteidigung oder wir kützen bei Den Vermögenen.
00:44:44: Deswegen sage ich ja dieser eine Konflikt ist behauptet.
00:44:47: richtig da stimme ich dir zu.
00:44:49: aber deswegen ist trotzdem nicht der ganze konflikt erfunden.
00:44:53: es ist eine lüge zu sagen Können nur das eine oder wir müssen das eine machen?
00:44:58: Nee, wir haben Alternativen.
00:44:59: Wir könnten zum Beispiel auch bei den Rüstungsausgaben die müssten nicht so hoch sein oder wir könnten an die extremen Reichen rangehen.
00:45:07: genau dass ginge und es ist gelogen wenn man sagt Es gibt nur die eine Option.
00:45:13: Und trotzdem würde ich sagen ist dieser konflikten echter
00:45:18: welche
00:45:21: der politisch durch die Rahmenbedingungen hergestellt ist zwischen der einen und der anderen Gruppe.
00:45:28: Nur weil er nicht so sein muss, heißt das nicht dass er nicht echt
00:45:31: ist?
00:45:32: Ja aber er wird ja... Er wird ja echt indem man sagt, dass er echt isst!
00:45:36: Also was ich... Die Studierende müssen ja irgendwoher kriegen, dass ihr Barfhög nicht steigt, weil die Renten wieder steigen.
00:45:47: Mhm.
00:45:48: Wo kriegen sie das denn her diese Info?
00:45:52: Die ziehen sich ja nicht aus dem Hintern Das kommt ja irgendwo her.
00:45:56: Ja, das wird politisch behauptet.
00:46:00: Damit wir die Renten halten können ... Können wir leider euer Barfuck nicht erhöhen zum Beispiel?
00:46:06: Dass er der Konflikt nicht echt.
00:46:09: Ich würde sagen doch, genau dadurch wird er echt!
00:46:11: Dadurch dass er als Polit- ... Genau,
00:46:12: dadurch dass aber
00:46:13: hauptet wird.
00:46:14: Nee, dass er politischer erscheint bekommt er Wirklichkeit.
00:46:18: Wenn am Ende bei den einen oder anderen Kurzwittern hat es sehr echte Folgen für dich.
00:46:22: Die Folgen sind echt.
00:46:23: natürlich sind die folgen echt.
00:46:25: Der Konflikt ist nicht echt, zu sagen wir ... Wir müssen die Jungen und die Alten gegeneinander ausspielen.
00:46:30: Das war nicht mit Politik der Polarisierung.
00:46:34: Müsst ihr überhaupt nicht?
00:46:36: Ihr könnt Alternativen vorlegen!
00:46:39: Und die, wo es nicht um ein Gegen geht, sondern schaut mal das in alternativen A bis C, lasst sie uns doch mal diskutieren.
00:46:47: Das passiert aber nicht.
00:46:50: Ja, jetzt würde ich da vielleicht wieder gegen setzen, dass das nicht zu einem ... dass man aus diesem Gegenübersetzen und dem Konflikt rauskommt, das muss gemacht werden.
00:47:01: Also deswegen verbindend in einer Gesellschaft die ich mir jedenfalls oder wohin ich gesellschaftlich möchte reduzieren wie diese Konflikte aber dass sie nicht da sind ist Arbeit!
00:47:15: Ich würde sagen es ist nicht so, dass dieser Konflik von Anfang an nicht da ist sondern er ist echt und wir müssen es erarbeiten, dass er wegfällt.
00:47:24: also
00:47:25: Aber wieso ist der echt?
00:47:26: Wo kommt er denn her, dass junge glauben, ihnen geht's schlechter wegen der Alten.
00:47:33: Weil wir als Menschen überhaupt Gesellschaft in der wir kooperieren und unsere Lebensgrundlagen zusammen hervorbringen, das ist erarbeitet!
00:47:44: Das ist nicht naturwüchssig.
00:47:47: Das Geld man zählt oder was erarbeiten wir uns?
00:47:51: Gesellschaft, dass wir überhaupt kooperiert werden können auch das ist nicht vom Himmel gefallen, sondern das erarbeiten wir uns durch die Geschichte hindurch Generation für Generation.
00:48:04: Und also dass wir heute überhaupt über den Konflikt BaföG oder Rentner meinten wegen diskutieren können is schon eine Errungenschaft weil ... weiß ich nicht, Generation in der Vergangenheit Jahrhunderte, Jahrtausende in der vergangenheit gab es ja noch viel krassere Konflikte, wo weiß ich nicht das Essen eben nicht mehr gereicht hat weil die Arnte schlecht war und dann der eine oder andere Mensch vielleicht essen konnte.
00:48:31: Und dass wir darüber hinaus sind und dieser Konflikt nicht mehr... Also nicht dass es auch heute hungernde Menschen gäbe aber Wir zum Beispiel unabhängiger von Naturereignissen sind was die Lebensmittel anbelangt Dass wir also über diesen konflikt hinaus gekommen sind mal wieder zurückfallen, aber grundsätzlich darüber hinauskommen können.
00:48:54: Das ist Arbeit.
00:48:56: und es hinzubekommen dass wir als Gesellschaft die Lebensmittel zur Verfügung stellen das alle ein ausreichendes Barfück haben und alle eine auskömmliche Rente und alle genügend Wohngeld bzw am besten gar kein Wohngeld brauchen.
00:49:12: Das is nicht schon immer da sondern das haben wir uns als gesellschaftlichen Reichtum erarbeitet würde ich sagen.
00:49:20: Hundert Jahre noch anders.
00:49:23: Ja, aber ich verstehe den Zusammenhang nicht so im Konflikt?
00:49:27: Ich würde sagen wir müssen die Lebensmittel ... das wovon wir leben.
00:49:39: Klamotten essen Häuser und Wohnungen
00:49:41: usw.,
00:49:42: die sind nicht schon immer da, die müssen wir herstellen.
00:49:45: Klar!
00:49:46: Auf ja gut!
00:49:48: Aber das heißt dass wir in eine Situation kommen, in der wir darüber diskutieren können, dass alle Wohnung haben müssen wir erst hergestellt haben.
00:49:58: Und dadurch bringen wir aber neue Konflikte hervor, dass wir eben nicht mit einem Schlag auf den anderen für alle Wohnungen haben, sondern das nach und nach erst erarbeitet wird.
00:50:07: Das heißt, wir kommen durch eine Phase durch in der noch nicht alle Wohnung haben.
00:50:12: Deshalb leben wir leider gerade in einer Gesellschaften, die es Obdachlose gibt.
00:50:16: Wir leben immer noch in einer gesellschaften, der es weltweit Hunger gibt.
00:50:20: Und das ist grade ein echter Konflikt.
00:50:23: Aber wir haben Ich glaube, ich Potenzial darüber hinauszukommen und dafür zu sorgen, dass niemand mehr hungern muss.
00:50:28: Dafür zu sorgen das niemand mehr ... Wir diesen Konflikt wirklich hinter uns lassen, niemand mehr obdachlos sein muss.
00:50:34: Aber da müssen wir erst hinkommen!
00:50:37: Jetzt gerade gibt es Knappheit die gesellschaftlich da ist.
00:50:43: Wieso gibt's denn Knappe?
00:50:44: Wir sind so ein krassreiches Land.
00:50:46: Ja... Und trotzdem gibts bei manchen Knabheit.
00:50:49: Das
00:50:49: is ja
00:50:50: echt so
00:50:50: oder?!
00:50:50: Es gibt bei einzelnen Knappen, es gibt strukturelle Knappheiten.
00:50:54: Das
00:50:54: müsste sie nicht geben, das meine ich auch.
00:50:59: Aber dass wir trotzdem bei manchen Menschen noch Knabheit haben ist eine Wirklichkeit?
00:51:07: Ja, klar!
00:51:08: Und jetzt würde ich sagen, es ist ein gesellschaftlicher Fortschritt aus einer Situation in der es in Absolutknappheit gab, also in der's gab Gesellschaften, in denen insgesamt nicht genügend Lebensmittel für alle Menschen da waren... Und darüber sind wir hinaus, sodass es nicht mehr eine absolute Knappheit gibt.
00:51:25: Wir also genügend Lebensmittel haben und es jetzt nur noch ne gesellschaftliche Knappe gibt.
00:51:30: Das heißt die ist ... Wir hätten genug aber wir haben eine gesellschaftlichen Verteilung bei der tatsächlich nicht alle genug haben.
00:51:40: Ja genau!
00:51:42: Und das macht diesen anfangs natürlichen Konflikt zu einem jetzgesellschaftlichen Aber ich meine immer noch echten über den wir hinaus müssen.
00:51:51: Jetzt was?
00:51:52: Was heißt das?
00:51:52: Also was macht man.
00:51:57: Ich würde gerne über diese Konflikte hinaus und ich würd dir zustimmen, dafür brauchen wir Verbindendes.
00:52:04: also weil auch wenn die Konflikte jetzt echt sind und ja strukturell zwischen den Menschen um Arbeitsplätze, um Ressourcen usw.
00:52:13: Das erleben Menschen echt und deshalb gibt es einen Abgrenzungsbedürfnis und deshalb fällt's vielen so leicht an diese Gefühle und Emotionen anzuknüpfen.
00:52:26: Wie hast du gesagt, Polarisierungsunternehmer die dann genau das Gefühl dass Menschen haben sich von anderen abzug grenzen und den Widerspruch also diesen Widerspruch zu fühlen daran anknüpfen.
00:52:39: jetzt würde ich sagen muss unsere Aufgabe sein verbinden das herzustellen und nicht nur über eine Interessen gleichheit oder gemeinsame Interessen.
00:52:49: die sind da.
00:52:51: Ich glaube, die muss man auch rausarbeiten.
00:52:52: Dass wir doch alle das gleiche Interesse haben an der Gesellschaft in der alle gut leben und was wir gerade noch nicht hinbekommen ist, glaube ich, das aber emotional aufzugreifen.
00:53:06: Und die arbeiterin Bewegung, die Sozialdemokratie ist mal groß geworden mit.
00:53:11: Wir brauchen Solidarität untereinander.
00:53:14: Das hat uns stark gemacht und kann gesellschaftlich ja eine Kraft entfallen weil wir füreinander einstehen, zusammen für unsere gemeinsamen Interessen und am Ende ja für eine bessere Gesellschaft für alle kämpfen.
00:53:30: Und ich habe das Gefühl dass es heute sich nicht letztens meine Straßenumfrage gemacht was Menschen mit Solidarität verbinden.
00:53:38: erschreckend wenige haben da so direkten Zugang zu gehabt und ich hab den Eindruck das müssen wir aber eigentlich politisch hinbekommen emotional aufzugreifen, was verbindend ist.
00:53:56: Nee, das glaube ich nicht.
00:53:58: Okay!
00:53:59: Also ich glaub du kannst nicht auf der einen Seite oder gleichzeitig sagen ihr soll solidarisch sein?
00:54:06: Ich würde sowieso mit Menschen nicht so sprechen weil viele Menschen können mit dem Griff schon mal gar nichts anschauen.
00:54:10: Das
00:54:10: hätte ich auch nicht gesagt.
00:54:11: Genau also ihr könnt sozusagen wie auch immer diese zu erwarten dass Leute sagen ja nicht voll gut so ich gebe auch noch gerne mehr und es sei super Und gleichzeitig sagen, ja und die Gruppe ist Schuld.
00:54:27: Das wird gleichzeitig nicht funktionieren.
00:54:29: Es geht nicht darum irgendwie, die Leute emotional nur abzuholen, dass er so ein bisschen dieses Motiv für dich mehr als kommuniziert, nur schlecht, das blows my mind, man muss dem Mann doch zuhören!
00:54:43: Der Bundeskanzler meint was er sagt, der kommuniziert nicht schlecht genauso wie es zu seinen Positionen passt.
00:54:51: Man muss auf der einen Seite aufhören, zu polarisieren.
00:54:54: Da sind die Bösengruppen, dass sie daran schuld, die faulen Arbeitslosen oder die Faulen und die Fleißigen und die Guten und die Bösen und innenländer Ausländerach.
00:55:05: damit müsste man mal aufhörn und dann endlich konkrete strukturelle politische Entscheidungen treffen.
00:55:14: Und es reicht nicht zu sagen wir hören euch zu das macht ihr AfD.
00:55:18: Die tut so als würde sie den Menschen zuhören tut sie auch, aber es interessiert sich nicht.
00:55:24: Die anderen hören euch nicht zu und damit hat sie recht, die anderen hören denen nicht zu.
00:55:30: Aber wir sind eine Lüge!
00:55:34: Also natürlich gehört in dem Sinne schon dazu den Leuten zu sagen Wir sehen eure Emotionen.
00:55:40: Das finde ich total wichtig Funktioniert aber nicht ohne eine konkrete Politik.
00:55:46: Genau und ich würde sogar sagen, also darum wird es mir jedenfalls gehen das zu verbinden.
00:55:49: Also sozusagen wir brauchen eine konkrete Perspektive wie das strukturell anders gehen kann, wie wir an Vermögensverteilung, so eine Machtkonzentration rangehen und Gesellschaft demokratisieren.
00:56:02: Das hat zu am Anfang ja gesagt eigentlich darf nicht sein dass Macht bei Einzelnen nur ist sondern Demokratisierung heißt, wir verteilen die über die Gesellschaft, über uns alle und dann entscheiden wir zusammen.
00:56:12: Das finde ich richtig!
00:56:13: Und so eine konkrete Perspektive müsste man aufzeigen oder müssen wir auch zeigen politisch?
00:56:22: Jetzt ist mein Eindruck aber was dafür fehlt es das zu verbinden mit dem Druck der Menschen verleihen.
00:56:36: Also es reicht ja nicht, dass ein Mensch sich einmal überlegt so sehr eine Perspektive aus.
00:56:42: Hier ist sie und dann machen wir das!
00:56:45: Jetzt hat er endlich mal jemanden eine gute Idee.
00:56:47: sondern ich glaube so ne konkrete Perspektiven muss man eben politisch durchsetzen.
00:56:52: Und jetzt gibt's Leute Wir haben Konflikt, vielleicht darum ob das ein Konfliktes.
00:56:58: Aber Leute die das nicht wollen, die sagen wir nein diese konkrete Perspektive, die wollen wir nicht.
00:57:03: Ja klar, logisch dazu gibt es ja Filobismus, klar!
00:57:06: Genau so.
00:57:07: und wenn's auf der einen Seite Leute gibt, die Millionen und Milliarden Vermögen haben um sowas zu verhindern, dann gibts auf der anderen Seite Millionen von Menschen, die das Interesse haben das durchzusetzen Und gerade auch mal nicht die Kraft aufbringen das zu tun kann mir viele gute Gründe vorstellen, warum das so ist.
00:57:26: Weil Leute letageschwerden, weil Leute deprimiert werden, weil die Leute fertig sind von diesen Umständen, dass immer mehr die Belastung zunehmen und es ja nicht danach aussieht als wenn's irgendein Weg rausgibt und dann lieber schützen was sie haben und andere hinüberfallen lassen.
00:57:49: aber eigentlich müsste doch aus dieser Lethargie finde ich das in Kraft umgewandelt werden, zu sagen wir lassen uns das nicht mehr gefallen.
00:57:58: Wir werden wütend darauf warum das so ist und wandeln das in eine positive Kraft, in der Energie das zu verändern.
00:58:06: aber dafür reicht es halt nicht dass ein Mensch oder einige wenige eine gute Idee haben und sagen wir machen dann mal für euch sondern das braucht uns alle also nicht alle alle aber viele viele gesellschaftlich und das sehe ich gerade noch nicht sondern sehe eher dass viele Menschen sich gerade zurückziehen Politik gar keine Lust mehr haben, aus ich finde verständlichen Gründen und ich finde deren Emotionen muss man eigentlich ansprechen und sagen wir müssen das zusammen machen.
00:58:35: Es reicht nicht dass Ich der in der Partei bin und ein paar andere die in der partei sind das machen sondern wir müssen es zusammenmachen unser gemeinsames Interesse durchsetzen.
00:58:46: Ja also natürlich Ich spreche da auch immer in Vorträgen drüber und Veranstaltungen, dass wir gerade eine konstruktive Wut brauchen.
00:58:56: Die dazu führt das wir uns beschweren.
00:58:58: so ich sag den Leuten schreibt eine Redaktion schrabe ein Abgeordnete geht auf die Straße was auch immer alles mögliche auf jeden Fall gleichzeitig Das machst du nicht aber müssen glaube ich grade Spitzenpolitiker vorsichtig sein dass sie nicht sagen ja bei ihr müsst ihr müsst etwas machen Voll.
00:59:18: Weil, ne?
00:59:19: Also weil da ja und es machen auch richtig ... Wir haben siebenundzwanzig Millionen ehrenamtlich engagierte Menschen in Deutschland.
00:59:26: Ja.
00:59:27: Wir haben unfassbar viele Menschen die was machen.
00:59:31: Und deswegen steigt auch der Frust, weil man engagiert sich, man schafft Verbindungen, man hilft, man macht alles Mögliche Und dann sieht man eine Politik und sagt der Bundeskanzler, ja also die Rentödie.
00:59:43: gesetzlich wird allenfalls noch eine Basisabsicherung sein.
00:59:46: Dass dann Leute sagen, habt ihr einen Knall?
00:59:48: oder Studierende?
00:59:49: Ja, aber wir wissen doch nicht!
00:59:51: Oder pflegende Angehörige ja... Also deswegen verantwortung ist natürlich bei allen und gleichzeitig haben Spitzenpolitikerin mehr Macht.
01:00:03: Diese Macht muss man annehmen sonst sagt man da mach ich es halt nicht.
01:00:06: Ist auch schon okay Und mir ist auch klar, dass es gerade als Einzelne ... Das kannst du bestimmt erzählen.
01:00:14: Aber das ist sicher, sehr schwer.
01:00:17: Eine der Gründe, warum ich nicht in den Medienhaus gehe, Strukturen zu verändern.
01:00:21: Extrem schwierig!
01:00:23: Super-schwierig.
01:00:26: Aber dann muss halt mal... Ich weiß noch, ich habe einmal unter Abgeordneten gesagt, welche Partei macht Verlust?
01:00:34: muss eine Option sein?
01:00:35: Die haben mir fast die Köpfe eingeschlagen.
01:00:37: Wirklich, wir waren sauer.
01:00:38: Ich such's da mal Leute!
01:00:41: Natürlich muss eine Option sein.
01:00:43: Also deswegen ja es braucht diese Bewegung.
01:00:47: gleichzeitig sind da ganz viele Menschen wie haben gesagt drei bis vier Prozent und Spar-Einlagen Belastungen noch unnöcher dienen wirklich nicht mehr können.
01:00:56: Die können aber nicht mehr Und ich würde mir wünschen dass so die Politik nicht Wenn wir von der Spitzenpolitik sprechen und von denen, die Macht haben in diesem Land.
01:01:12: Die Bevölkerung wertschätzen und nicht unterschätzen.
01:01:18: Und auch wissen das ganz viele tolle Menschen sind, die ganz viele Tolle Sachen machen wollen aber die werden halt oft nicht gesehen.
01:01:28: Ich hätte mir schon lange gewünscht dass die SPD diese Koalition verlässt.
01:01:32: Das kann nicht wahr sein.
01:01:35: Es sind viel Leute die Frust haben auf die SPD deswegen oder auf die Grünen usw.
01:01:40: Also deswegen, klar Verantwortung liegt überall.
01:01:44: Jene die Macht haben, haben trotzdem noch mal eine andere
01:01:47: Rolle.".
01:01:48: Das ist so und jetzt würde ich das aber versuchen quasi aufzugreifen um weiß ich nicht aber vielleicht nochmal weiterzudrehen zu sagen Ich will gar nicht ein Verständnis von Politik haben in dem die Politik das für die Gesellschaft löst sondern genau wie du gesagt hast die Menschen sehr ernst nimmt.
01:02:06: wenn wir Demokratie ernst nehmen dann gibt es... gibt es ja eigentlich nicht die politische Sphäre, in der alles für die Gesellschaft gelöst wird und die Gesellschaft kriegt das dann mit.
01:02:16: Und sagt ja danke dass ihr das gut für uns gemacht habt sondern Demokratie heißt ja wir lassen das nicht andere für uns machen sondern wir regeln unsere Dinge selbst.
01:02:25: Es gibt nicht den oder die Experten der das für uns macht.
01:02:29: Wir machen das selbst!
01:02:30: Wir können das selbst und ich habe auch das Gefühl das sind vielen politischen Debatten Das anders erscheint das auf viele Menschen im politischen Parteien Das so begreifen als wir regeln die Dinge für Menschen, für die Gesellschaft.
01:02:44: Das ist unser Job als die Politik und die Gesellschaft hält sich am besten raus und wir machen das für was am besten können.
01:02:50: Nee, das sehe ich nicht so sondern ich würde sagen Demokratie muss doch heißen Menschen zu vertrauen dass sie ihre Dinge selbst regeln können ja nicht jedem einzelnen sondern uns zusammen das wenn wir das zusammen demokratisch machen es tendenziell in die richtige Richtung geht.
01:03:08: Und ja, dafür glaube ich.
01:03:09: es ist aber erstens notwendig den Menschen zu vertrauen und zweitens.
01:03:14: Ja, das meine ich mit dem emotional aufgreifen braucht's eben auch mehr als nur die politische Sphäre, die sich darum kümmern.
01:03:24: Das müssen wir uns alle drum kümern.
01:03:27: Im Moment erleben wir was passiert wenn das nicht so ist dass dann die Interessen von einigen wenigen sehr viel stärker durchgesetzt werden als die von uns allen.
01:03:37: Lassen wir gerade alle ja geschehen und ich würde gerne Menschen dazu gewinnen, das zusammen anders zu machen.
01:03:47: Ich finde es sehr richtig nicht zu sagen ihr müsst sondern lasst uns zusammen.
01:03:52: Ja aber wir sind nicht gleichwertig lieber Jan!
01:03:56: Du und deine Leute können bestimmen wie für Steuernichtzahle?
01:03:59: Nein!
01:04:00: Sind wir
01:04:01: nicht?!
01:04:01: Wir sind an unterschiedlichen Rollen... Richtig!
01:04:03: ...an unterschiedlichen Stellen kann
01:04:05: unterschiedlich
01:04:05: viel entscheiden.
01:04:07: Regierungen können die Umstände sehr stark bestimmen.
01:04:13: Das kann man nicht abschieben,
01:04:15: und
01:04:16: das ist einfach so!
01:04:17: Ja...
01:04:18: Das nimmt nicht die Verantwortung von Menschen, die sind natürlich da aber wir sind nicht gleichwertig hier.
01:04:24: Es ist ein Machtgefälle.
01:04:26: Ihr habt Macht?
01:04:28: So ist es.
01:04:28: Die Menschen haben keine Macht.
01:04:30: Aber die Macht, die ich habe, ist die Macht der Menschen.
01:04:36: Kann...
01:04:37: Also das spricht für dich.
01:04:39: Das ist super, dass du das so siehst?
01:04:41: Ja aber... Guck mal!
01:04:43: Spitzenpolitikerinnen gehen einmal im Jahr, zweimal im Jahr in so Bürgerarenen und schreben mit Leuten viel zu wenig.
01:04:52: Das sollten die alle zwei Wochen machen.
01:04:55: Dann ja dann wären wir gleichwärtiger weil dann können Leute ihre tatsächlich ihre Lebensrealität, Spitzenpolitikern, die über diese entscheiden näher bringen.
01:05:06: Und du gehst viel zu den Menschen.
01:05:10: Das machen erstens nicht alle und vor allem, je höher man kommt, desto weniger passiert das.
01:05:15: Und das ist ein Problem.
01:05:18: Und offensichtlich ist es ein Problem weil sonst hätten wir diesen Vertrauensverlust in Politik nicht.
01:05:23: Der macht mir auch Sorgen.
01:05:24: Ich weiß was du sagen willst ich versteh das!
01:05:26: Und das is inner Demokratie auch so natürlich... ...macht man das zusammen im besten Fall.
01:05:33: aber wenn Leute has die siebzehn prozent Krankenbesicherung zahlen müssen wird's schwierig
01:05:38: Und von morgens bis abends arbeiten und danach kaputt aufs Sofa fallen, nicht mehr können.
01:05:45: Keine Zeit für Politik haben ... Voll!
01:05:46: Die Schule fällt vieler aus.
01:05:48: Also...
01:05:49: So ist es schwer genug und deshalb ... Nicht dass der zum Umschlag reinkommt, mir geht's nicht darum zu sagen
01:05:55: ... Nee, das versteh ich auch gar
01:05:56: nicht.
01:05:56: Ich will mich hier rausziehen.
01:05:57: Nein, nein,
01:05:57: ich find das sehr löblich und richtig, dass du das so sagst.
01:06:01: Nur dieses Machgefälle muss man da immer im Kopf haben.
01:06:04: Voll sehe ich auch so?
01:06:06: Ich würde auch sagen, es gibt eine sehr klare weiß ich nicht.
01:06:10: Aber es gibt ne Rollenverteilung und ja unterschiedlich viel Macht die unterschiedliche Menschen haben.
01:06:15: aber ich finde wichtig dass wir das jetzt wir alle begreifen.
01:06:19: Das macht eigentlich bei uns liegt bei den menschen Und ja wie übertragen sie an andere in diesem politischen System?
01:06:32: was wir dann geschehen lassen, liegt in unseren Händen.
01:06:35: Aber nicht in der Hand des Einzelnen?
01:06:37: Nein genau!
01:06:38: Richtig, nicht das Einzelne.
01:06:39: und jetzt kann man sich dann ja ohnmächtig fühlen.
01:06:43: Das
01:06:43: vertraue ich auch
01:06:45: nicht.
01:06:46: Also erlebe ich bei ganz vielen die sich gerade ohnmächtigen sagen Ich als einzelner kann doch nix Und klar dann mir und anderen Abgeordneten sagen ihr müsst zurecht.
01:06:55: Ich finde völlig zu recht erwarten die das von mir und von anderen und sagen Ihr müsst.
01:07:03: Und jetzt würde ich aber sagen dieses Gefühl von Ohnmacht, dass ich alleine doch nichts ändern kann ist nicht unbegründet und lässt sich aber ändern.
01:07:11: Nicht indem ich alleine das jetzt mache sondern aus OhnMacht kommen wir zusammen raus in dem wir uns solidarisch dafür einsetzen diese Verhältnisse zu ändern Gesellschaft besser zu machen.
01:07:23: dann kommen wir aus Ohne Macht in Selbstwirksamkeit
01:07:29: Weiß ich.
01:07:29: Nee, vielleicht nicht.
01:07:30: Ist ja auch nicht schlimm, ist gar nicht
01:07:32: schlimm.
01:07:33: Also
01:07:33: nur Appelle an Solidarität funktionieren nicht?
01:07:36: Ja
01:07:36: aber das will ich auch nicht sagen!
01:07:38: Ich will nicht sagen ihr müsst solidarisch sein, ich verschieb dir jeden einzelnen der sagt boah nee ich kann nicht mehr und ich will nicht.
01:07:44: sage boah ihr müsst sonst könnte euch auch nicht beschweren, nicht meinen Punkt.
01:07:47: Das
01:07:47: sagst du auch gar nicht.
01:07:48: Ne genau, gar nicht, ich kann jedem verstehen der nicht mehr will den nicht mehr kann der frustriert es und aufgibt.
01:07:55: Und trotzdem will ich...ich will was ändern.
01:08:01: Ich will nicht in dieser Ohnwacht verharren und deshalb bin ich in eine Partei eingetreten.
01:08:05: Ich will was ändern, ich kann das nicht allein also will ich das mit anderen...
01:08:09: Wie geht es denn?
01:08:10: Ja bislang ist es nicht so super aber es ist halt Arbeit!
01:08:15: Fortschritt ist Arbeit, wie du gesagt hast Strukturen zu verändern gesellschaftliche Strukture zu verendern kommt halt nicht von alleine.
01:08:23: Das braucht Generationen.
01:08:25: Also sieht man ja auch in der Geschichte wie lange wir gebraucht haben um einzelne Schritte vorwärts zu machen.
01:08:30: und auch von hier weiterzukommen wird, unheimlich viel Arbeit kosten.
01:08:36: Und ich glaube aber diesen Fortschritt kriegen wir dann hin wenn wir genügend Menschen sind die das machen, die diese Kraft einbringen und aus der Ohnmacht verharren sondern sagen okay wir wollen das ändern dafür braucht es nicht alle.
01:08:55: Aber je mehr das machen, desto mehr Macht haben wir zusammen.
01:09:00: Und dafür finde ich aber der Ausgangspunkt und deshalb habe ich da so drauf beharrt eigentlich liegt die Macht bei uns allen einige...
01:09:10: Ich meine, da bin nicht anderer Meinung!
01:09:11: Also weil die Macht liegt nicht bei den Leuten also zumindest nicht die politische Macht.
01:09:16: Die politische macht liegt beim Politikerin.
01:09:19: Aber ich glaube, da kommen wir nicht mal zusammen.
01:09:23: Ich verstehe den Punkt total.
01:09:24: Wie gesagt, ich sehe das auch sehr richtig.
01:09:27: Gleichzeitig so lange man dieses Machtgefälle nicht anerkennt...
01:09:32: Es gibt so ein schönes Arbeiterinlied, das Bundlied.
01:09:36: Da gibt es einen Satz drin.
01:09:39: Jedes Rat steht still wenn dein starker Arm ist will.
01:09:43: Auch das ist ja eine politische Macht die Menschen haben in den Unternehmen.
01:09:46: Wenn
01:09:47: jetzt kommt KI?
01:09:48: Ja, als Sie Bauern das Land lahmgelegt haben.
01:09:51: Das war eine verdammte politische Macht, die sie hatten.
01:09:54: Als Sie
01:09:55: Klimaaktivisten in das Laden lahm gelegt haben, haben Sie gar keine Macht gehabt?
01:09:59: Doch macht schon!
01:10:00: Aber ja, das hat weniger Wirkung gehabt, dass ist so.
01:10:03: Warum?
01:10:04: Weil Sie andere Methoden genutzt haben.
01:10:08: Also die Panzer wollte ich schon sagen, die Traktoren haben irgendwie Straßen gedreht... Nee, das ist politisch nicht angenommen worden.
01:10:16: Das meine ich mit Machtgefälle.
01:10:17: Ja, aber auch... Okay vielleicht ist es nicht nur ein Methodenunterschied sondern ja auch wenn das politisch angeknüpft ist richtig würde ich dir zustimmen.
01:10:28: Aber ja auch da war Macht die sie weniger effektiv genutzt haben.
01:10:34: oder die Krankenpflegerinnen?
01:10:35: Würde ich nicht sagen wir haben wirklich vieles gegeben.
01:10:38: Ja
01:10:39: Aber dann aber wenn wir eine Politik haben die sagt Klimaschutzen naja Dann kommt mal eine Grenze
01:10:47: Ja.
01:10:50: Also, das Schöne finde ich ja an sozusagen so unterschiedlich unsere Sicht noch sind dass wir sehr an diese Gesellschaft glauben.
01:11:01: Ja.
01:11:01: Beide.
01:11:03: Sehr!
01:11:04: Das glaube ich auch.
01:11:05: Du bist viel im Land unterwegs und ich bin viel im land unterwegs Und Wir treffen sehr viele Menschen die einfach total okay sind sagen sie mal ganz basic.
01:11:16: Es gibt Leute, die sich engagieren.
01:11:18: Es gibt Menschen, die ihre Kinder erziehen und was Gutes in ihrer Community machen.
01:11:23: Dieses Land ist voll von diesen Menschen.
01:11:26: Ich glaube wir beide wollen einfach, dass dieses Verbundene stärker wird.
01:11:34: Woraus man dich fokussiert, das wird größer?
01:11:40: Wir sind vielleicht unterschiedlicher Einschätzung, ob wir es als Macht bezeichnen oder Konflikte hinterstehen.
01:11:44: Aber ich glaube auch, wir sind uns einig in dem Punkt ... diese Menschen sind, von denen es ausgeht.
01:11:50: Ob wir gut zusammenleben oder nicht?
01:11:54: Ich würde das jetzt versuchen in politische Kategorien von Macht einzuordnen ... Aber genau!
01:11:58: Ich glaube auch da sind wir eigentlich... Von diesen Menschen kann sehr viel Gutes ausgehen und das ist jedenfalls voraus ich Hoffnung auf eine bessere Zukunftschöpfe.
01:12:07: Das sind diese Menschen und nicht irgendwelche Menschen die ich mir wünsche oder wie ich mir vorstelle wie sie sein sollten sondern diese Menschen wie sie sind.
01:12:14: mit denen kann man verdammt viel Zukunft machen.
01:12:16: Finde
01:12:16: ich auch.
01:12:18: Danke dir.
01:12:19: Ich gehe dafür das Gespräch, mir hat es viel Spaß gemacht und vielleicht setzen wir das ja bei anderer Gelegenheit mal
01:12:24: vor.
01:12:24: Sehr gerne!
01:12:25: Ich glaube es geht auch noch einiges zu
01:12:26: besprechen.
01:12:26: Das glaube ich auch.
01:12:27: Danke
01:12:27: dir!
01:12:27: Es gibt ja auch noch etwas zu tun.
01:12:29: Ja danke dir!
01:12:29: Dank für die Einladung.
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